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Author: Admin
Beitrag vom: 09.10.2016

Warum ausgerechnet der 911er?

 

Unser Entschluss stand fest, wir bestreiten das Abenteuer Weltreise mit einem LKW. Also musste  unsere Bedarfsanalyse weiter vertieft werden um den richtigen herauszufiltern.

Wir bildeten uns ein, dass sich ein Alkoven (ein Schlafplatz über der Führerkabine) positiv auf unsere Raumaufteilung auswirken würde. 

Ein Alkoven auf dem Dach setzte aber eine starre Fahrerkabine voraus. Bei den meisten Lastwägen kippt man das Führerhaus, um an den Motorblock für etwaige Reparaturen zu kommen. Mit einem Aufbau über der Fahrerkabine ist das natürlich nicht mehr möglich bzw. sehr schwer machbar. Wodurch schon viele LKW`s durch den Rost vielen, und für uns nicht mehr in Frage kamen.

Zudem wollten wir auch keinen „klassischen“ LKW. Ein LKW hat irgendwie was martialisches, militärisches an sich. Und so wollten wir auf keinen Fall einen ersten Eindruck hinterlassen. Wobei dieser Gedanke natürlich rein subjektiv ist.


In meinem letzten Beitrag sprach ich eine einfache Technik an.

Wenn ich mich an unsere Reisen in Asien erinnere, fällt mir auf, dass sich viele alte Lastwägen dort auf den Strassen vorwärts schieben. Auch andere Reisende, deren Reiseberichte wir gelesen haben, bewegten sich in Fahrzeugen älteren Semesters fort. Das Baujahr lag zwischen 60er und 80 er Jahre.Viele von Ihnen waren mit alten Rundhaubern unterwegs, deren Motorhaube ein großer Stern zierte. Ich stand wohl nicht alleine mit der Vermutung da, dass sich nach den europäischen Grenzen der Servicetechniker mit dem Fehlerauslesegerät rar machen wird. Selbst Hand anlegen wird oftmals erforderlich sein, deshalb der Gedanke, alles so einfach wie möglich halten, damit`s dann – wenn`s soweit ist, nicht unnötig kompliziert wird. 


Auch ein psychologischer Aspekt ließ steigende Sympathien für einen alten Mercedes Benz aufkommen. Viele arme Länder werden wir auf dem Weg nach Neuseeland durchqueren, mit einem alten Fahrzeug würden wir weit weniger ungewollte Aufmerksamkeit auf uns ziehen, als mit einem funkelnagelneuen. Ich glaube, wir würden uns in einem neuen Gefährt auch nicht wohl fühlen, es würde nicht zu uns passen. Mal abgesehen davon, dass wir uns eins solches nicht mal leisten können. 

Einen Rundhauber konnten wir uns beide gut vorstellen.

Die gezielte Suche im www nach dem Model Mercedes Benz 911 konnte beginnen. Wir reden von 9 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Das erfordert einen eigenen Führerschein, den, wie ihr ja schon wisst, keiner von uns besaß. Das kann schon was.

Die Erkenntnis, dass diese Gefährte nicht wie Sand am Meer zu finden waren, erlangten wir bei unsere Suche sehr schnell. Die wenigen Brummis, welche wir aufstöberten, entsprachen nicht unseren Vorstellungen. 

Aber was sie alle gemeinsam hatten war ein stolzer Preis. Selbst ein 60er Baujahr wurde noch mit ca. 12.000 Euro angeboten. 

Um nicht ganz alleine mit unserer Entscheidung dazustehen, holte sich Leander zwischendurch immer wieder Feedback aus dem Allrad Forum, indem er sich mit Begeisterung registriert hat. Woraus auch Freundschaften entstanden sind, die in unserem Blog immer wieder mal auftauchen. 

 
Knapp ein dreiviertel Jahr später wurde Leander fündig. Ein ehemaliges, deutsches Grenzschutzfahrzeug BJ 77 der Marke Mercedes Benz 911 stand zum Verkauf. Die Eckdaten entsprachen unseren Vorstellungen. Gefallen haben uns auch die zusätzlichen Features, welche im Preis inkludiert waren.  Ein Heckträger mit einer Enduro,  Solarzellen auf dem Dach, Vorzelt, Griller,... Ums beim Namen zu nennen, wir sprechen von 24.000 Euro, die den Besitzer wechseln wollten. Allerdings war es auch schon zum Wohnmobil ausgebaut. Wir nahmen Kontakt zum Verkäufer auf. Ein älterer Mann aus Deutschland, der in Südspanien wohnte. Wo blöderweise auch der LKW stand. Doch wie es der Zufall wollte, fand in wenigen Tagen in der Nähe von Frankfurt ein großes Allrad Treffen statt, wo wir uns mit dem Verkäufer treffen wollten.

 
Das Angebot klang wirklich interessant, der Preis machte uns allerdings noch richtig zu schaffen. Soviel Geld wollten und konnten wir nicht ausgeben.  Den Umbau mussten wir auch noch in unsere Rechnung mit einkalkulieren. Allerdings lief uns langsam die Zeit davon. Anfang 2014 haben wir beschlossen, dass wir Ende 2016 losfahren wollen. Und bis dahin ist noch einiges zu erledigen!


 Unter die Lupe nehmen wollten wir der Gerät aber auf jeden Fall. 

Wir machten mit dem Verkäufer, der aus Südspanien anrollte, auf dem Messegelände einen fixen Termin aus. Solche Treffen sind, wie wir später noch herausfinden werden, gute Umschlagplätze um sein Auto an den Mann zu bringen.

 
Puh, plötzlich ging es schnell. Möglicherweise hatten wir das richtige Auto für unsere Weltreise gefunden. Auf nach Frankfurt!

 

 

 

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